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Montenegro

Montenegro

Montenegro – schwarze Berge und türkisfarbenes Meer

Montenegro ist ein wunderschönes Land im Süden Europas, das trotz seiner geringen Größe eine enorme Vielfalt zu bieten hat. Im Norden grenzt es an Serbien, im Südosten an Kosovo und Albanien, während im Süden die malerische adriatische Küste zu finden ist. Im Westen des Landes grenzen Kroatien und Bosnien-Herzegowina.

Hast du dich schon einmal gefragt, woher Montenegro seinen Namen hat? Die Antwort ist ganz einfach: Im Durmitor Nationalpark findest du zahlreiche Berge, deren Bäume von Weitem extrem düster und fast schwarz aussehen – daher stammt der Name »schwarzer Berg«.
Aber auch der Süden des Landes hat einiges zu bieten. Dort erwarten dich atemberaubende weiße Strände und ein türkisfarbenes Meer, das zum Träumen einlädt. In diesem Beitrag möchten wir dir einige unserer Lieblingsorte und Reisehighlights aus Montenegro vorstellen. Wir hoffen, dass du beim Entdecken genauso viel Spaß hast wie wir!

Infos zu Montenegro:

HauptstadtPodgorica
SpracheMontenegrinische Sprache
WährungEuro
Autobahngebührkeine Maut / keine Vignette
Zeitunterschied zu DeutschlandUTC + 1
TypischĆevapčići (meist Lamm)
Meeresfrüchte
Šljivovica (Pflaumenschnaps) / Ioza (Eine Art Grappa)
Heiligabend am 06.01.
kaum Autobahnen

Montenegro – Panoramastraßen

In Montenegro kannst du insgesamt zwischen 4 verschiedene Panoramastraßen wählen. Ausgeschildert sind sie quer durchs Land mit »Panorama Road X«. Es gibt sie in diversen Längen und meist verbinden sie kulturelle Städte mit unheimlich schönen Ausblicken. Es sind definitiv nicht die direktesten Strecken, aber die Schönsten. Du kannst vorher eine oder mehrere Routen wählen oder dich einfach treiben lassen und diverse Routen kreuzen. Wir möchten dir hier einmal die 4 Optionen vorstellen und dich dafür begeistern. Wir haben uns im Vorhinein für die mittlere Route 3 »die Berge und das Meer« entschieden, weil sie einfach all das vereint, was wir so am Reisen lieben. Folgende Routen gibt es:

  1. Die Krone von Montenegro – 741 km – angesetzt für 7 bis 14 Tage
  2. Durmitor Ring – 76 km – angesetzt für 1 Tag
  3. Die Berge und das Meer – 270 km – angesetzt für 3 bis 4 Tage
  4. Die Runde über Korita – 65 km – angesetzt für 1 Tag

Am besten beschrieben werden die Routen auf der unten verlinkten Webseite. Hier kannst du bereits ein paar Eindrücke durch die Bilder sammeln, bekommst ein wenig Hintergrundwissen und siehst die Routen auf der Karte, um deine Wunschziele zu verbinden. Viel Spaß beim Stöbern 🙂


Montenegro – Buljarica Beach

Dieser Stellplatz wird uns definitiv noch lange in Erinnerung bleiben. Nicht nur das klare, türkisfarbene Wasser hat uns begeistert – hier kannst du auch entspannt schwimmen gehen, Stand-up-Paddeln oder deine Wäsche in Ruhe waschen. Das absolute Highlight waren jedoch die atemberaubenden Sonnenuntergänge, die wir am Buljarica Beach erlebt haben. Obwohl wir schon viele Sonnenuntergänge in verschiedenen Ländern gesehen haben, steht dieser ganz oben auf unserer Liste.

Was uns an diesem Stellplatz besonders gefallen hat, ist, dass du hier wirklich sehr nah am Meer mit dem Camper frei stehen kannst, ohne dass es jemanden stört. Die Einheimischen, die wir während unseres Aufenthalts getroffen haben, waren sehr freundlich, interessiert und offen für nette Gespräche. Die Sprachbarriere war manchmal eine Herausforderung, aber wir haben uns mit Händen und Füßen verständigt.

Insgesamt war dieser Stellplatz am Strand ein absoluter Traum und wir können ihn jedem empfehlen, der auf der Suche nach einer erholsamen Auszeit in einer idyllischen Umgebung ist.


Cetinje – Lovćen Nationalpark

Der Lovćen Nationalpark ist ein Hauptgebirge in Montenegro und besteht aus Kalkstein. Am Fuße des Gebirges befinden sich die Städte Cetinje, Budva und Kotor. Unsere Route begann in Cetinje, die ehemalige Hauptstadt Montenegros und führte über einige Serpentinen und unzähligen Aussichtspunkte in eine gepuderte Berglandschaft. Hier haben wir dann auch eine Wanderung zum Berg Lovćen (1749 m) gemacht, wobei wir zwischenzeitlich bis zur Hüfte im Schnee steckten 😀 Die Sonnenstrahlen, welche sich ab und zu kurz zeigten waren richtig angenehm. Nur am Gipfel selbst wurde es dann etwas windiger. Von hier aus kann man bei gutem Wetter sogar bis in die Bucht von Kotor schauen. Bei uns war es leider noch zu kalt und neblig. Dennoch eine wunderbare Tour – vor allem in guter Begleitung. Hier waren wir mit Selina und Vojta unterwegs.


Wilde Serpentinen-Fahrt auf dem Weg nach Kotor

Unsere Fahrt vom Lovcen Nationalpark nach Kotor war eine aufregende Herausforderung. Auf der berühmten Serpentinenstrecke mit ihren 16 Kurven und einer Länge von 8,3 Kilometern mussten wir unser fahrerisches Können unter Beweis stellen. Normalerweise kann man die Serpentinen mit einer Geschwindigkeit von etwa 30–40 km/h befahren, aber aufgrund der schwierigen Witterungsbedingungen, mit viel Regen und Nebel, haben wir uns für eine vorsichtige Geschwindigkeit von 20 km/h entschieden – Sicherheit geht schließlich immer vor. Wir konnten uns dennoch vorstellen, wie schön diese Route bei Sonnenschein sein muss und freuten uns schon sehr auf Kotor.

Die Stadt Kotor liegt an der gleichnamigen Bucht, einem Fjord an der Adria. Die war einst ein wichtiger Handelsort im Mittelalter. Heute ist Kotor ein beliebtes Reiseziel für Touristen. Hier stehen auch richtig große Kreuzfahrtschiffe und das sieht wirklich befremdlich aus in dem eher kleinen Hafen 😀
Die Altstadt von Kotor ist von einer beeindruckenden Festungsmauer umgeben, die im 15. Jahrhundert erbaut wurde. Die Festungsmauern sind über 4,5 km lang und führen hinauf zum Gipfel des Berges, auf dem die Burg von San Giovanni steht. Von dort aus hast du einen wunderbaren Blick auf die Stadt und die Bucht.
In der Altstadt selbst gibt es viele Restaurants und Cafés, die lokale Spezialitäten anbieten, darunter Fischgerichte und Meeresfrüchte. Es gibt auch viele Geschäfte, in denen man Souvenirs und Handwerksartikel kaufen kann. Das Bild ist geprägt von engen Gassen und mittelalterlichen Gebäuden.

Viele Besucher sagen, dass Kotor die schönste Stadt Montenegros ist. Finde es selbst heraus 🙂


Aussicht auf Gospa od Škrpjela und Sveti Đorđe

Ganz in der Nähe von Kotor, nämlich in Perast hast du eine hervorragende Aussicht auf die 2 Inseln Gospa od Škrpjela und Sveti Đorđe.
Auf der Insel Gospa od Škrpjela befindet sich die gleichnamige römisch-katholische Kirche, welche auf Italienisch Madonna Cello Scalpello heißt und der Leuchtturm Naval Beacon. Die Insel wurde künstlich von den Bewohnern aus Perast durch ein Bollwerk von Felsen und durch alte gesunkene Schiffe, die mit Steinen beladen waren, geschaffen.

Die andere Insel, Sveti Đorđe, ist eine natürliche Schönheit, die ein Benediktinerkloster aus dem 12. Jahrhundert sowie einen Friedhof für den Adel von Perast beherbergt. Wenn du einen besonderen Blick auf die Inseln haben möchtest, kannst du eine Drohne fliegen lassen. Ansonsten gibt es auch in Kotor Bootstouren zu den Inseln zu einem erschwinglichen Preis. Bei der Gelegenheit kannst du dir die Kirchen auch von innen ansehen.


Kloster Ostrog

Wenn du in Montenegro bist, dann solltest du unbedingt das Kloster Ostrog besichtigen! Es ist eines der bekanntesten Wahrzeichen des Landes und befindet sich in den Felsen am Hang eines Berges im Zentrum von Montenegro, nicht weit von Danilovgrad entfernt. Obwohl es sehr beliebt bei Touristen ist und oft mit großen Reisebussen besucht wird, ist es definitiv einen Besuch wert. Der Vorplatz des Klosters ist sehr belebt und es gibt eine Vielzahl von Geschäften, in denen du allerhand Souvenirs und Kunsthandwerk kaufen kannst. Das Kloster selbst ist eine wichtige Pilgerstätte für orthodoxe Christen und wurde im 17. Jahrhundert von St. Vasilije Ostroški gegründet. Seine ikonischen Fresken und das Grab des Heiligen machen es zu einem einzigartigen Erlebnis. Verpasse nicht die Gelegenheit, dieses faszinierende Kloster zu besichtigen und die Schönheit und Geschichte Montenegros zu entdecken!

Danilovgrad

Wie bereits erwähnt, befindet sich die charmante Stadt Danilovgrad in unmittelbarer Nähe zum Kloster Ostrog. Die Stadt hat eine reiche Geschichte und war früher eine wichtige Handelsstadt, ähnlich wie Kotor. Als wir ankamen, fanden wir einen wunderschönen Stellplatz am Fluss, wo wir nach dem Trubel der Touristen entspannen konnten. Die Einheimischen waren sehr freundlich und kamen gelegentlich zum Angeln vorbei.
Am nächsten Tag erkundeten wir die Stadt und entdeckten überall Skulpturen aus Stein, da Danilovgrad für seine beeindruckende Bildhauerkunst bekannt ist. Wir besuchten auch die Burg Gradina, die majestätisch auf einem Hügel über der Stadt thront und einen atemberaubenden Blick auf die Umgebung bietet.
Für die Weinliebhaber unter uns ist Danilovgrad der perfekte Ort, um die Weinregion Crmnica zu erkunden. Die Stadt ist von Weinbergen umgeben und bietet eine Vielzahl von Weingütern und Weinproben. Da sagen wir nur: Prost! 😉

Podgorica

Normalerweise sind wir sehr aufgeregt, wenn wir eine neue Hauptstadt erkunden. Ohne Vorurteile und Erwartungen stürzen wir uns gerne ins Gedränge. Leider konnten wir in Podgorica selbst nicht wirklich viel entdecken – unsere Erfahrungen mit der Stadt fallen eher unter die Kategorie »Been there, done that!« Wir glauben nicht, dass wir ein zweites Mal hierherkommen werden, aber wer weiß, vielleicht gefällt es dir ja besser. Auf jeden Fall solltest du dir selbst ein Bild machen, denn wie man so schön sagt: Geschmäcker sind verschieden. Und falls wir hier wirklich etwas verpasst haben, schreibt es uns bitte in die Kommentare, sodass wir das irgendwann nachholen können.
Für uns war Podgorica hauptsächlich ein Ort, um einige notwendige Dinge zu erledigen, wie Einkaufen und Wäsche waschen. Deshalb sind hier leider auch keine Bilder entstanden, die wir hier teilen könnten. Aber es kann eben auch mal so laufen. Dennoch haben wir eine gute Nachricht für dich: In der Nähe von Podgorica gibt es mindestens zwei coole Orte, über die wir als Nächstes berichten werden. Zum einen gibt es den Vodopad Nijagara und zum anderen den Gushing Water Tree.

Vodopad Nijagara

Die Niagarafälle von Montenegro sind ein magischer Ort, den du unbedingt besuchen solltest, wenn du in der Nähe von Podgorica bist. Der Name verrät es schon: Der Wasserfall erinnert stark an das berühmte Original in den USA, nur halt eben in Miniatur. Mit einer Höhe von etwa 20 Metern stürzt das Wasser in einen kleinen See und bietet damit ein atemberaubendes Schauspiel. Ein Wanderweg entlang des Flusses Cijevna führt dich direkt zum Wasserfall, wo du auf den umliegenden Steinen weiterlaufen oder ein gemütliches Picknick machen kannst. Das beruhigende Rauschen des Wassers wird dich dabei begleiten und für eine entspannte Atmosphäre sorgen.
Besonders im Frühjahr, wenn die Schneeschmelze einsetzt, zeigt sich die Natur hier von ihrer schönsten Seite. Die Uferlandschaft erstrahlt in bunten Farben und lockt mit einer Vielfalt an Blumen und Pflanzen. Was diesen Ort jedoch besonders macht, ist die Tatsache, dass er noch nicht von Touristen überlaufen ist. Hier findest du vor allem Einheimische, die den Ort als ihren geheimen Rückzugsort nutzen und im Sommer auch gerne im Wasser planschen. In der Nähe gibt es außerdem ein kleines Restaurant, das traditionelle montenegrinische Spezialitäten anbietet, welches wir wirklich empfehlen können.
Wenn du also dem Trubel der Stadt entkommen möchtest, sind die Niagarafälle von Montenegro der perfekte Ort dafür. Lass dich von der Schönheit der Natur verzaubern und genieße die Ruhe und Entspannung, die dieser Ort bietet.

Ps: Du musst nicht hierher laufen oder wandern, es gibt auch einen Parkplatz direkt am Restaurant. Von dort aus sind es nur wenige Meter zum Wasserfall, die eigentlich für jeden machbar sind. Ganz viel Spaß!

Gushing Water Tree

In der Nähe von Dinosa gibt es im Frühjahr eine ganz besondere Sehenswürdigkeit zu bestaunen: den Gushing Water Tree. Dieser über 100 Jahre alte Maulbeerbaum lässt eine beeindruckende Wasserfontäne entstehen, die aus seinem ausgehöhlten Stamm herausgedrückt wird. Doch wie kommt es zu diesem ungewöhnlichen Naturspektakel? In der Region kommt es im Frühling oft zu heftigen Regenfällen, die den Schnee schmelzen lassen und die umliegenden Bäche und Untergrund-Quellen überwässern. Der daraus entstehende Wasserdruck befördert das Wasser mit Schwung in den Stamm des Maulbeerbaums. Oben am Baum befindet sich ein Loch, durch das das Wasser entweicht und eine sprudelnde Fontäne erzeugt. Dieses seltene Phänomen, das sich nur für einige Tage im Jahr zeigt, ist nicht nur beeindruckend, sondern auch äußerst amüsant anzusehen und entspricht zu 100 % unserem Humor :D.

Duga

Duga ist ein kleines Dorf in Montenegro. Hier gibt es nichts groß außer einen traumhaften Stellplatz im Flussbett. Ich glaube, wir brauchen hier gar nicht mehr dazu sagen und lassen die Bilder sprechen. Das Wasser ist glasklar und eiskalt. Das hielt uns jedoch nicht davon ab, uns darin abzukühlen. Wir waren hier circa 3–4 Tage komplett allein und haben einfach nur entspannt, geangelt und gebadet. Wir verlinken dir hier mal die Koordinaten. Bitte bedenke, dass der Wasserstand des Flusses variieren kann und die Strömungen auch ziemlich stark sein können. Bring dich also bitte nicht in Gefahr :)!

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